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 visarte.galerie +++
 

visarte.galerie bern

2009 öffnete die visarte.galerie ihre Tore. In der Ausstellungszone im PROGR am Waisenhaupsplatz 30 in Bern sowie an wechselnden Orten finden jährlich drei bis vier kuratierte Ausstellungen statt, die während jeweils einem Wochenende aktuelle Künstlerpositionen aus der Gegenwartskunst zeigen. Die visarte.galerie steht unter der Leitung von Salomé Bäumlin (Künstlerin, Vorstandsmitglied) und Stefan Wanzenried (Kunsthistoriker, Vorstandsmitglied) und wird mit der kuratorischen Unterstützung eines Teams aus HKB- und IGK- Studenten betrieben.

Mit der Eröffnung der  visarte.bibliothek in der Galerienzone des PROGR Zentrum für Kulturproduktion startet die visarte.galerie eine neue Ausstellungreihe mit visarte.bern Mitgliedern:

04. bis 21. September: Brigitte Lustenberger

Programm 2010

04.-21. September 2010
«in zwischenräumen»: Kaspar Bucher, Maia Gusberti, Nina Heinzel
Vernissage: 03.September 2010 19h
Finissage mit Tachelesgespräch : 21.September 2010, 18.30h
Öffnungszeiten: Do und Freitag 12h-18h, Samstag 12h-16h

Anlässlich der Neueröffnung der Ausstellungs- und Galerienzone im Erdgeschoss des PROGR Zentrum für Kulturproduktion zeigt die visarte.galerie in einem ehemaligen Wohn-und Atelierraum Werke von drei im PROGR arbeitenden Künstlern. Kaspar Bucher, Maia Gusberti und Nina Heinzel befragen die Raumsituation in verschiedenen Medien. Mit Installation, Fotografie und Text thematisieren drei sehr unterschiedliche künstlerische Positionen das Potential von Wohnräumen zwischen materieller Beschaffenheit und Narration.

Die Ausstellung wurde vom jungen Kuratorenteam der visarte.galerie organisiert und schafft Verbindungen zwischen der visarte.bern und dem aktuellen Kulturschaffen im PROGR.

Im ständigen Visarte Raum wird die visarte.bibliothek eröffnet. Um auch hier einen Einblick ins Kunstschaffen der Visarte Mitglieder zu bieten, zeigt die visarte.galerie an den Wänden der Bibliothek Fotografien von Brigitte Lustenberger.

11. - 13. Juni 2010
Übersichtsausstellung der visarte-Künstler
<bernersalon>
Vernissage: 11. Juni 18 Uhr
Ausstellung: 12.-13. Juni, jeweils 10 - 19 Uhr

Programm 2009

20. März 2009
Preview an der Museumsnacht:
Julia Steiner & Wamidh Al-Ameri

1.-3. Mai 2009
Frühlingsausstellung und Eröffnung
<landschaft> Julia Steiner & Nino Baumgartner
Vernissage: 1. Mai 18-22 Uhr
Ausstellung: 2.-3. Mai, jeweils 10-22 Uhr

9.-18. Oktober 2009
Herbstausstellung
<transformation> Patrizia Karda & Judith Schönenberger
Vernissage: 9. Oktober 18-21 Uhr
Ausstellung: 13. Oktober - 18. Oktober 1pm - 8pm
Finissage: 18. Oktober 6 pm

8. Dezember 2009
Kunstlotto mit Nicolette Kretz
Die visarte.bern verspielt ihren Fundus.

Die visarte.galerie an der Museumsnacht

An der diesjährigen Museumsnacht öffnete auch die visarte.galerie bern erstmals ihre Tore und gewährte einen ‚sneak peak‘ auf ihr Programm, das am 1. Mai mit der Frühlingsausstellung  <landschaft> aufgenommen wird.

raum

In einem Schrank inszenierten die Kuratoren Stefan Wanzenried und Salomé Bäumlin eine neue und für ihre Verhältnisse kleine Arbeit von Julia Steiner. Die Arbeit zeigte eine elfenhafte Gestalt, die sich in einer Waldlichtung – und im Schrank – zu verbergen schien. Ganz sicher kann man sich bei den Gemälden von Julia Steiner aber nicht sein; zu nah bewegen sich ihre Welten am Unfassbaren und am Unausgesprochenen. Ebenfalls zu sehen war die Videoinstallation ‚Sphere‘ von Wamidh Al-Ameri, sie zeigte Murmeln, die von der Decke auf den Parkettholzboden prasselten und dort zum Stillstand kamen. Die Tonspur der Installation weckte beklemmende Assoziationen an Gewehrsalven und Kriegsszenen. Unter der scheinbar banalen lauerte der Abgrund.

Der Raum der visarte.galerie war gut besucht und das Publikum bunt gemischt. Gesehen wurden unter anderen Philippe Pirotte, Vanessa Achermann, Beate Engel, Kaspar Bucher, Niklaus Wenger, Renée Magagna, Jürg Curschellas und eine Bewohnerin des Gastateliers mit Mops. Um 2 Uhr morgens ging das Licht im Schrank aus und die Türen der visarte.galerie schlossen sich – bis am 1. Mai 2009.

Frühlingsausstellung: <landschaft> Julia Steiner & Nino  Baumgartner, 1-3. Mai 2009

Julia Steiner und Nino Baumgartner setzen sich auf unterschiedliche Art mit Landschaft und der Position des Menschen in der Welt auseinander. Julia Steiner erkundet die Zwischenräume zwischen der Abstraktion und dem Konkreten und erschafft darin Fantasiewelten, Gärten im Geiste, die sich ruhig und gewaltig zugleich über das Papier ausbreiten.

Nino Baumgartner sucht die unmittelbare Erfahrung der Topographie – seine neuesten Zeichnungsarbeiten mit Graphitstift auf Papier entstehen in ‚realtime‘ auf Exkursionen in die nähere Umgebung seines Ateliers. Sie sind Fahrtenschreiberaufzeichnungen, Quittungen der von ihm zurückgelegten Wege und zeigen auf direktest mögliche Art, wie er die Welt erfährt. In seinen Arbeiten mit Holz, Glas und Stein verwendet er natürliche Materialien und versetzt sie in Spannung oder überführt sie in neue Formen. Er erbaut und gestaltet damit organisch anmutende Architekturen die aus einer Ecke, aus einer Wand oder dem Boden zu wachsen scheinen.

Herbstausstellung: <transformation> Patrizia Karda & Judith Schönenberger, 9. - 18. Oktober 2009

Die Holzinstallationen “Life on time I” und “Life on time II” von Patrizia Karda bestehen aus handelsüblichen ungehobelten Dachlatten. Diese wurden vor Ort und raumbezogen zur Ausstellungsarchitektur zusammengeschraubt. Patrizia Karda verwendet die Dachlatte als ein immer wiederkehrendes Grundelement und lässt durch Wiederholung und Neuanordnung eine organische Struktur in den Raum wachsen, die flexibel und zugleich dynamisch wirkt und, zumindest theoretisch, unendlich weiterwachsen könnte.
“Life on time” passt sich schwerelos dem sich umgebenden Raum an und wächst der Wand entlang und der Decke entgegen. Immer wieder öffnen sich neue Perspektiven und Schattenbilder – obwohl die Grundelemente und die Verarbeitungsweise so einfach und direkt sind, ist die Holzinstallation als ganzes eine komplexe, scheinbar in der Verwandlung eingefrorene Struktur, die nicht zuletzt durch ihre statische Stabilität und Balance beeindruckt.

Judith Schönenberger begleitet in ihrer neuen Arbeit “Alecs”, die sie in der visarte.galerie zum ersten Mal zeigt, einen Menschen über längere Zeit durch eine körperliche und persönliche Verwandlung und bleibt damit dem Kernanliegen ihrer Arbeit treu – nämlich der Frage nach Identität, die sie losgelöst von äusserlichen Klassifizierungen vielschichtig zu inszenieren versteht. Mit Identität und Transformation befasst sich auch die Serie “The world is not enough”. Sieben Nonnen des Benediktinerklosters St. Lazarus in Seedorf hat sie für die Serie porträtiert. Beim Eintritt ins Klosters haben die sieben Schwestern ihre alte Identität abgelegt, einen neuen Namen angenommen, einen klosterinternen Beruf erhalten und sich auch äusserlich verwandelt. Gerade durch die homogene Erscheinung in der schwarzen einheitlichen Tracht konzentriert sich der Blick des Betrachters auf die Gesichter und erkennt Persönlichkeiten, die unterschiedlicher nicht wirken könnten und deutlich unter der uniformen Erscheinung aufleuchten.

Karton im Sääli! Kunstlotto mit Nicolette Kretz in der Stadtgalerie, 8. Dezember 2009

Beim letzten Anlass der visarte.galerie geht’s volkstümlich zu. Karton! Sechs runden lang können Grafiken, Zeichnungen und eine Skulptur aus dem Archiv der visarte gewonnen werden. In der Superrunde warten Arbeiten von Salomé Bäumlin, Boris Billaud und Rittiner Gomez auf die Gewinner und auch eine Arbeit, die stark nach Brignoni aussieht, laut der Moderatorin des Abends aber von ihrem Göttikind gemalt und gespendet wurde findet eine neue Besitzerin (Bild oben links, in grün und blau..).

Ein unterhaltsamer Ausklang des Jahres - wir danken allen die mitgespielt haben! Abeläse!

 
visarte.galerie

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